Nacktschnecken gehören zweifellos zu den lästigsten Besuchern und ihre Eindämmung ist leider nicht so einfach, doch sie bieten eine einmalige Möglichkeit, um euren Kindern das Ökosystem näherzubringen und mit ihnen gemeinsam kreative Ideen zu entwickeln.

Pflege des Bodens, als ultimative Geheimwaffe

Schnecken mögen es nicht, wenn der Untergrund trocken ist! Daher ist die Pflege des Bodens eine wichtige Maßnahme gegen Schnecken. Wenn ihr den Boden feinkrümelig und unkrautfrei haltet, kann die Oberfläche gut abtrocknen und wird ungemütlich für die Schnecken.

Aktionstipp mit Kids: Ihr könnt Schnecken auf einem trockenen und krümeligen Untergrund oder auf einem feuchten und glatten Untergrund setzen und mit den Kindern beobachten, was passiert. Der raue Untergrund erschwert den Schnecken die Fortbewegung – sie verlieren zu viel Feuchtigkeit und machen kehrt.

Übrigens: Die meisten Gehäuseschnecken fressen nicht an lebenden Pflanzen. Sie sind harmlos bis nützlich oder gar geschützt (Weinbergschnecke) und stellen den Nacktschnecken nach. Von den Nacktschnecken sollte der räuberische Tigerschnegel geschont werden. Er frisst die störenden Schnecken und hilft euch und euren Pflanzen so!

Von Absammeln bis zu Fallen – Kreativität kennt keine Grenzen

Das Absammeln von Schnecken ist grundsätzlich eine der wirksamsten Methoden. Um nicht lange nach ihnen suchen zu müssen, kannst du gemeinsam mit deinen Kindern den Schnecken ein Versteck bieten, aus denen ihr sie dann absammeln könnt. Nacktschnecken lieben vor allem eines:  Feuchtigkeit und Schatten. Legt breite „Schneckenbretter“ als Umrandung für die Beete oder als Abgrenzung zu umliegenden Wiesen aus. Unter den breiten Latten ergänzt ihr dann kleine Querhölzer, damit die Nacktschnecken darunter kriechen können. Bei starkem Befall können an gefährdeten Stellen zusätzlich alte Dachziegel ausgelegt oder umgedrehte Blumentontöpfe aufgestellt werden.

Zusatztipp: Das massenhafte Auftreten von Nacktschnecken zeigt an, dass das ökologische Gleichgewicht gestört ist. Denn Schnecken haben eigentlich eine ganze Reihe natürlicher Feinde: Igel, Spitzmäuse, Blindschleichen, Eidechsen, Kröten und Molche stellen ihnen nach und gelegentlich Singvögel.