Im März geht’s endlich raus!

Nach eisiger Kälte kommt er nun endlich – der Frühling! Die Sonne gewinnt an Kraft und der Garten lockt.  Beginne mit der Bearbeitung des Gartens so bald wie möglich und fange an, den Boden umzugraben. Wichtig dabei ist, dass eine dicke Schicht Mulch (Laub) eingearbeitet wird und dass Luft in den Boden kommt. Dann trocknet er leichter ab, kann sich setzen und lässt sich später leichter bearbeiten. Achte beim Umgraben darauf, dass keine Wurzelunkräuter im Boden bleiben!

Wie du den Garten umgräbst und warum das wichtig ist, erklärt dir Dr. T in unserem Beitrag “Den Boden umgraben“.

Lass den Boden mindestens 14 Tage nach dem Umgraben ruhen und betritt ihn nach dem Umgraben nicht! In dieser Zeit wird sich der Boden setzen, das große Porenvolumen und die Luft im Boden bleiben erhalten. Danach kannst du die Wege und Beete anlegen und den Boden fein krümelig und glatt harken.

Sind all deine Geräte in Ordnung? Wackelt etwas, finden sich Roststellen? Sind manche Werkzeuge für Kinderhände vielleicht einfach zu groß und zu schwer? Eigens für Kinder gibt es stabile Gartengeräte. Kleinere Gießkannen mit 2,5 oder 5 Liter Füllmenge und Eimer zum Einsammeln von Steinen erleichtern das Mitmachen. Die vom Handel oft angebotenen bunten Spielzeuggeräte sind wenig stabil und eignen sich kaum.

Erste Aussaaten

Für das Säen von Gemüse gilt die Faustregel, dass das Saatgut so tief in die Erde gebracht wird, wie die Samen groß sind.

Wenn du sehr feines Saatgut, wie beispielsweise von Möhren, Pastinaken oder Salat aussäst, solltest du es sehr dünn aussäen. Wir empfehlen, das Saatgut mit reichlich handfeuchtem Sand zu mischen.

Wenn du mit dem Gärtnern anfängst, bietet sich die Aussaat in Reihen an. Sie erleichtert es später, die jungen Gemüsepflanzen von Unkraut zu unterscheiden und die Beete zu hacken.

Nutze für die Sandmischung andersfarbigen Sand, z.B. aus der Sandkiste. Damit werden die Reihen markiert und bleiben solange ungehackt, bis die Keimlinge klar erkennbar sind.

Erbsen werden in eine tiefe Rille gesät und nach dem Auflaufen der ersten Blätter wird ein wenig Erde um die Pflanzen angehäufelt. Die Reihen kannst du anfangs mit Stäben und Flatterbändern markieren, das schreckt Tauben ab. Wenn du nicht in Reihen aussäst, kannst du kleine Markierstäbe einsetzen. Dann findest du die Saatstellen besser wieder.

Übrigens: Weder vor noch nach dem Säen solltest du den Boden wässern. Die Pflanzen keimen und wachsen dann, wenn es ihnen die Natur vorgibt und wenn das Wetter für sie das Startsignal gibt.

Zur Aussat eignen sich im März besonders gut gegen Kälte unempfindliche Kulturen, wie z. B. Dicke Bohnen, Erbsen, Möhren, Pastinaken, Radieschen, Salat, Schwarzwurzeln und Spinat.

Hinweise für den Balkon und die Terrasse

Wenn du deine Pflanz-Kästen, -Kübel und -Töpfe zusammengestellt hast, kannst du nun geeignete Erde in der erforderlichen Menge besorgen. Wir empfehlen für deine ersten Balkonversuche fertiges Bio-Substrat zu verwenden. Bist du schon erfahrener, dann versuche es doch mal mit einer eigenen Erdmischung!

Bevor du Gemüse aussäst und eintopfst, beachte folgende Grundregeln:

Die wenigsten Gemüsepflanzen vertragen Staunässe. Sie führt dazu, dass die Wurzeln verfaulen. Alle im Freien aufgestellten Pflanzgefäße sollten deswegen Abflusslöcher haben.
Die Größe des Gefäßes solltest du im Hinblick auf die Bedürfnisse der Pflanzen und die erwartete Ernte auswählen. Möhren wurzeln tief, und wir wollen, dass ihre Wurzeln groß werden. Oberhalb der Erde benötigen sie jedoch nicht viel Platz. Dementsprechend solltest du die Möhren in tiefe Gefäße säen. Salate hingegen sind Flachwurzler, benötigen aber ausreichend Platz, um ihre Blätter auszubilden. Sie benötigen breite aber nicht so tiefe Gefäße.

Wie werden die Gefäße nun befüllt? Gute Planung ist fast alles. Daher lautet unsere Empfehlung:

  • Lege zuerst eine Decke oder Plane auf die Arbeitsfläche, sie erleichtert später das Putzen.
  • Alle Gerätschaften, auch ein Eimer Wasser und ein Lappen liegen parat, um die Arbeit nicht unterbrechen zu müssen.
  • Vor allem neue Tontöpfe werden gewässert, sie saugen das Wasser regelrecht auf. Kunststoff-Gefäßen haften chemische Gerüche an, die vielen Pflanzen nicht behagen. Wasche sie daher gründlich mit warmem Wasser und Seife aus und spüle sie anschließend mit klarem Wasser.
  • Über die Abflusslöcher der Gefäße legst du eine größere Tonscherbe, einen Kieselstein oder etwas Ähnliches als Abdeckung. Neben und auf die Tonscherbe füllst du eine kleine Schicht aus grobem Bims, Blähton oder Kies und bildest so eine Drainageschicht.
  • Darüber wird wasserdurchlässiges Vlies gelegt, damit die Erde im Gefäß bleibt und nicht fortgespült wird.
  • Wenn du gießt, kann Wasser aus dem Abflussloch laufen. Das verursacht unschöne Flecke auf gepflegten Böden und macht Holz mürbe.Vergiss also nicht, jedes Gefäß auf einen Untersetzer zu stellen!
  • Nun folgt die Erdschicht – das eigentliche Substrat. Fülle das Gefäß locker bis etwa 2 cm unter dem oberen Rand, sodass Gießwasser nicht überläuft.

Nachdem du die Gefäße vorbereitet hast, pflanzt und säst du wie üblich. Voll der Sonne ausgesetzt, erhitzen sich die Gefäße schneller und kühlen auch schneller wieder aus. Du solltest also öfter gießen als im Freiland. Gegen zu viel Sonne hilft eine Blende, die individuell gestaltet werden kann und etwas Abstand zur Pflanze haben sollte. Hauswände geben die tagsüber gespeicherte Wärme auch abends noch ab. Kälte- und windempfindliche Pflanzen wie Tomaten und Paprika gedeihen hier oft besser als im Freiland.