>>>Wasser für die Pflanzen – unser Themenspecial!

Wasser für die Pflanzen – unser Themenspecial!

H2O – alle Lebewesen brauchen Wasser, auch Pflanzen – eine Binsenweisheit. Denkt man an seinen Garten, fällt einem jetzt im Sommer als erstes und wichtigstes Utensil die Gießkanne ein, 5 l für die Kinder, 10, 20 l für Erwachsene. Natürlich mit Brause. Eine elende Plemperei und Schlepperei das Ganze. Große Gärten, ausgedehnte Äcker – da bedarf es schon ordentlicher, leistungsfähiger Bewässerungssysteme. Kein saftig grüner Fußballrasen ohne allabendlich angestellte Sprenger. Viel hilft eben viel.

Wasserspecial

Bei der lang anhaltenden Trockenheit ist die Waldbrandgefahr hoch. Hier unter den Bäumen ist es dennoch angenehmer und kühler als auf dem angrenzenden Acker oder auf einer Wiese. Auch im Süden, nach den schweren Unwettern und reichlich weggeschwemmtem Mutterboden, wird das Wasser schon wieder knapp. Bald reißt der Boden überall auf, wie jetzt zunächst auf den Pfützen. Die Pflanzenwurzeln – erst im Schlamm erstickt, werden dann zerrissen. Bilder wie aus Afrika.

Noch stehen die meisten Pflanzen zumindest morgens ganz gut da, geben sogar über die Blätter Wasser ab, nicht Tau- sondern sogenannte Guttations-Tropfen, aktiv ausgepreßte Flüssigkeit, damit der Saftstrom in der Pflanze aufrechterhalten wird. Sobald die Sonne richtig brennt, sind sie längst verdunstet und die Blätter der meisten Pflanzen wirken kraftlos, schlapp. Hier, bei den Kürbissen zum Beispiel! Oder ist es nur ein Trick der Pflanzen, der hohen Strahlungsintensität auszuweichen? 1:0, denn am Abend sehen sie wieder frisch aus, die Blattränder stehen aufrecht, und morgen wiederholt sich das Spiel.

Der Schutz für Trockenheit – Mulch

Wo gemulcht wurde, bleibt die Erde auch nach langer Trockenheit feucht. Der Wind kann hier nicht angreifen, und die Feuchtigkeit bleibt im Boden. Anders sieht es auf nicht gemulchten Äckern aus. Wird hier nicht regelmäßig gehackt, zieht der Wind das Wasser über die Bodenkapillaren aus der Erde. Mit den Gemüsepflanzen konkurrierende Unkräuter machen sich breit, zunehmend wärmeliebende und Trockenheit ertragende Hooligans wie Borsten- und Fingerhirse-, Gänsefuß-Arten und Portulak beherrschen das Bild. Die Wurzeln konkurrieren um Wasser und Nährstoffe, die oberirdischen Pflanzenteile um Licht. Wenn man ihnen jetzt nicht hilft, ziehen unsere Player, die Kulturpflanzen, den Kürzeren.

Wasserspecial

Früh am Morgen ist die beste Zeit, zu hacken, zu jäten und zu gießen. Gegossen wird nur, wenn die Pflanzen früh schlapp aussehen oder wenn sie im Wachstum seit der Pflanzung kaum Fortschritte gemacht haben. Bekommen die Kartoffeln während der Blüte nicht ausreichend Wasser, bleiben die Knollen klein. Wird unregelmäßig gegossen, platzen sie auf. Am besten läßt man die Brause weg und nimmt abgestandenes, nicht zu kaltes Wasser, das ausgiebig zwischen die Pflanzen gegossen wird, ohne diese direkt zu benetzen. Das macht es den Pilzen schwerer, die Blätter zu infizieren: Mehltau, Braunfäule und Konsorten. Sobald das Wasser weggesickert und der Boden trocken ist, wird gründlich gehackt und gejätet. Dabei bitte die Wege nicht vergessen, denn auch hier gibt es Bodenkapillaren, die das Wasser aus den Beeten heraus und von den Pflanzenwurzeln wegziehen. Die gejäteten Unkräuter kommen zunächst auf den Weg, ohne an den Wurzeln haftende Erde. Hier können sie im Laufe des Tages vertrocknen. Schon morgen können wir sie auf das Mulchbeet bringen. Nun aber wird es höchste Zeit für uns selbst, aus der brennenden Sonne zu gehen und ein schattiges Plätzchen aufzusuchen. Jetzt einen kalten Tee, Limetten-, Melissen-, Minzen-, oder Zitronenwasser – natürlich ohne Zucker – das alles sind bessere, gesündere und verträglichere Erfrischungen als eisgekühlte Fertiggetränke. Um sportlich zu bleiben: Wenn schon Alkohol, dann bitte allenfalls einen Radler.

2018-06-25T11:23:58+00:0025.06.2018|Juli|0 Kommentare

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