>>>Schädlinge & Nützlinge: Die ungebetenen Kartoffelgäste

Schädlinge & Nützlinge: Die ungebetenen Kartoffelgäste

Mit den Kartoffeln kommen auch die Kartoffelkäfer. Eventuell habt ihr sie auch schon entdeckt? Gemeinsam mit euren Kindern könnt ihr euch einen kleinen Spaß machen und eine Kartoffelkäfer Sammelaktion starten, doch manchmal müssen auch drastischere Maßnahmen wahrgenommen werden. Doch vor dem Start, erfahrt ihr erst einmal alles zum Thema Kartoffelkäfer.

Kartoffelkäfer

Kartoffelkäfer machen einen kurzen Reifungsfraß, paaren sich und fressen meist Löcher in den Rand der Blätter, ehe die Weibchen ihre leuchtend orangenen Eier ablegen. Bevorzugt werden die Eier auf der Blattunterseite der Pflanzen abgelegt. Blattunterseiten angefressener Pflanzen solltet ihr also besonders genau absuchen. Verdächtig sind auch gelbe Blätter, an denen die Käfer kaum auffallen.

Die Kinder können die Käfer absammeln und in mit Spülmittel versetzten Wassereimern ertränken. Das klingt hart – aber die Käfer wissen ganz genau, dass sie nicht willkommen sind und lassen sich sonst einfach fallen, stellen sich tot oder versuchen, sich in den Boden einzugraben.

Kartoffelkäfer

Was ist mit den Eiern?

Die gelegten Eier befinden sich meist auf der Blattunterseite. Diese müsst ihr am besten zerquetschen. Keine Angst, die Art ist nicht vom Aussterben bedroht und ihre Verwandten werden die Kartoffeln im Laufe des Jahres noch in mehreren Wellen heimsuchen.

Bei Massenbefall

Durch Zuflug oder wenn man durch übersehene Gelege mit dem Absammeln nicht nachkommt, hilft wohl nur, das Kraut zu ziehen. Eine Hand hält die Knollen im Boden, mit der anderen werden die grünen Pflanzenteile herausgezogen. Dabei solltet ihr keine Stümpfe stehen lassen.

Das Kraut am bestem mit dem Spaten zerkleinern und mit den Füßen zerstampfen, damit es schnell vertrocknet. So bietet es den Kartoffelkäfern und ihren Larven keine Nahrung mehr. Erst wenn das Kraut vertrocknet ist, kann es aufs Mulchbeet.   An die Solanin-freien Knollen im Boden gehen die Käfer in der Regel nicht. Sie brauchen diesen Inhaltsstoff und reichern ihn im eigenen Körper an, wodurch sie für ihre Fressfeinde giftig werden. Jetzt, vor der Blüte, sind die Kartoffeln natürlich noch klein und sehr wässrig. Man kann sie noch 2-3 Wochen im Boden ruhen und nachreifen lassen. Richtig gut haltbar sind sie so leider nicht und auch der Geschmack lässt zu wünschen übrig.

2018-06-07T13:12:42+00:0006.06.2018|Juni|0 Kommentare

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