Auf jedem guten Balkon gehören Küchenkräuter! Sie geben einfachen Gerichten die entscheidende Wendung, beleben uns mit aromatischen Kräutertees und erfüllen unseren Balkon mit herrlichen Düften. Für Kindern sind sie außerdem spannend, weil Duft und Blütenpracht vieler Kräuter, Insekten und Nützlinge anlocken. Und nicht zuletzt sparen wir Geld und vermeiden Plastik, wenn wir auf die Kräuter aus dem Supermarkt verzichten können.

Was ist beim Anbau von Kräutern zu beachten?

  1. Die richtige Erde: Setzt oder sät die Kräuter nicht in zu nährstoffreiche Erde. Das ist nämlich ein häufiger Fehler! Kräutererde sollte eher sandig sein, damit sie wasserdurchlässig ist und sich schnell erwärmt. Ihr könnt natürlich spezielle Kräutererde kaufen. Aber mit euren Kindern bringt es bestimmt mehr Spaß, Erde selbst zu mischen. Dazu vermischt einfach gekaufte Pflanzenerde mit Sand im Verhältnis 1:1.
  2. Wer mit wem? Bei Kräutern gilt „Gleich und gleich gesellt sich gern!“ Setzt also Kräuter zusammen, die es feucht lieben und mischt sie nicht mit Kräutern, die Trockenheit bevorzugen – und umgekehrt. Denn schließlich würdet ihr Pflanzen mit solch unterschiedlichen Bedürfnissen auch in der freien Natur nicht direkt nebeneinander finden. Welche Vorlieben die einzelnen Pflanzen haben, könnt ihr mit euren Kindern an den Kräutern selbst ablesen. Die meisten Pflanzen mit großen, grünen und weichen Blättern benötigen viel Wasser. Pflanzen, die eher nadelförmige, kleine oder behaarte Blätter haben, eher wenig.
  3. Platz zum Wachsen: Auch Kräuter brauchen ausreichend Platz, um sich gut entwickeln zu können. Wir sind es mittlerweile durch die Pflanztöpfchen aus dem Supermarkt gewohnt, dass auf 20 cm Durchmesser bspw. 20 Basilikumpflänzchen stehen. Aber das ist für das langfristige Wachstum und damit auch reichhaltigen Ertrag nicht sinnvoll! Haltet euch also an die Vorgaben der Aussaat-Tütchen und vereinzelt die Kräuter, wenn sie sehr dicht aufgehen.

Die Qual der Wahl: Ja – die Vielfalt ist groß und der Balkon meist nicht! Für welche Kräuter also entscheiden? Wir stellen euch an dieser Stelle den Borretsch vor!

Borretsch: Der Faszinierende. 

Borretsch lockt Bienen und Insekten an, man kann die Blüten und Blätter essen und die pelzigen Blätter sind ein wahres Essperiment für Kinder. Unter günstigen Bedingungen wird eine Pflanze bis zu 80 cm hoch und wächst buschig. Borretsch braucht also Platz und zudem einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Er muss gut gegossen werden und tatsächlich tut ihm ein nicht zu sandiger Boden gut. Von April bis Juni könnt ihr die Samen direkt aussäen – also schnell! Nach dem keimen braucht Borretsch rund 40 cm Abstand zur nächsten Pflanze. Die himmelblauen Blüten sind essbar und schmecken wie die Blätter gurkenähnlich und säuerlich. Sie sind ein toll zum Würzen und Dekorieren von Salaten!