>>>Gesät oder gepflanzt?

Gesät oder gepflanzt?

Zuerst das Huhn oder das Ei? Gerade für Anfänger ist eines wichtig zu wissen: Langsam keimende Arten wie Möhre und Pastinak sollten von Kindern gesät werden, weil sie das Umpflanzen schlecht vertragen. Die Verwendung vorgezogener Jungpflanzen ist für Kinder und Jugendliche zwar einfacher als die Direktsaat, dafür aber auch weniger spannend.

Sie nehmen den Kauf als gegeben hin, statt die Erfahrung gemacht zu haben, wie schwer es ist, die unterschiedlichen Arten selbst aus Samen heranzuziehen. Welche Freude, welcher Stolz dann, wenn es geklappt hat!

Komplizierter gestaltet sich die Aussaat bei Zwiebeln und Lauch, Knollen-Fenchel, Sellerie und Tomaten. Diese Arten sind als Jungpflanzen sehr empfindlich.

Ein weiterer Grund spricht für die eigene Anzucht: Bei kommerziellen Gärtnereien, in denen die Abläufe mindestens mechanisiert, häufig sogar automatisiert ablaufen, handelt es sich um “Presslinge”. Die Pflanzen werden dann palettenweise in Erdpresstöpfen ausgeliefert, aus denen sie sich nach der Pflanzung kaum befreien können. Reste dieser Presslinge liegen dem Boden noch jahrelang unverdaut „im Magen“. In selbst gemischtem Boden angezogene Jungpflanzen werden wurzelnackt gepflanzt, die Materialschlacht mit den zahllosen Paletten entfällt. Wurzelnackte Jungpflanzen können in feuchtes Zeitungspapier eingeschlagen zu Hunderten gebündelt mit geringem Aufwand transportiert, ja sogar per Post versandt werden. Räume für die Zwischenlagerung werden nicht mehr gebraucht. Wenn viele Hände helfen, ist diese Methode deutlich preiswerter und hinsichtlich des Lernerfolgs auch einfach überzeugend.

2018-05-15T13:43:26+00:0004.04.2018|April|0 Kommentare

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